Rip Her to Shreds
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Blondie: die Band vom CBGB bis in die Charts

Blondie, die Band: 1974 in New York von Debbie Harry und Chris Stein gegründet, vom CBGB zu sechs britischen Nummer-eins-Hits, die Alben 1976 bis 1982, Trennung und Rückkehr.

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Blondie ist eine New Yorker Band, 1974 von Sängerin Debbie Harry und Gitarrist Chris Stein gegründet. Sie kam aus der Punk-Szene rund um das CBGB und wurde innerhalb von fünf Jahren zu einer der größten Popbands der Welt. Zwischen 1976 und 1982 erschienen sechs Studioalben. Über die gesamte Laufbahn kam die Band in Großbritannien sechsmal und in den USA viermal auf Platz eins, und sie zeigte, dass eine Band von der Bowery Disco, Reggae und Rap spielen und trotzdem nach sich selbst klingen konnte.

Die Anfänge 1974 und 1975

Debbie Harry hatte Ende der Sechziger in der Folkrock-Gruppe The Wind in the Willows gesungen und Anfang der Siebziger bei The Stilettoes, einer Gruppe mit drei Sängerinnen im Stil der Girlgroups. Chris Stein kam als Gitarrist dazu. 1974 gründeten die beiden eine eigene Band. Nach kurzer Zeit unter einem anderen Namen nannten sie sich Blondie, nach dem, was Männer Harry auf der Straße hinterherriefen.

Die Besetzung wechselte anfangs oft. 1975 stand sie mit Clem Burke am Schlagzeug, Jimmy Destri an den Keyboards und Gary Valentine am Bass. Die Band spielte im CBGB und im Max’s Kansas City neben Television, den Ramones und Talking Heads und fand ihre Handschrift: Punk-Tempo, Girlgroup-Melodien, billige Orgel und eine Sängerin, die mit wissender Ironie Rollen spielte. Den Hintergrund beschreibt unsere Seite über New York Punk.

Die ersten beiden Alben 1976 bis 1978

Blondie unterschrieben bei Private Stock und nahmen ihr Debüt mit Richard Gottehrer auf, der in den Sechzigern den Girlgroup-Hit My Boyfriend’s Back mitgeschrieben hatte. Das Album Blondie erschien im Dezember 1976, mit X Offender, In the Flesh und Rip Her to Shreds, einem Lästerporträt, das den Humor der frühen Band besser zeigt als jeder andere Song.

1977 kaufte Chrysalis die Band aus ihrem Vertrag. Gary Valentine stieg aus, Frank Infante und später Nigel Harrison kamen dazu. Das zweite Album Plastic Letters erschien im Februar 1978, wieder mit Gottehrer. Es brachte die ersten großen Hits in Großbritannien: Denis, die Neufassung eines Songs von 1963, erreichte Platz zwei, (I’m Always Touched by Your) Presence, Dear kam in die Top Ten. Auf Plastic Letters stehen auch Kidnapper und Youth Nabbed as Sniper, typisch für die Mischung aus Groschenroman-Motiven und Pop.

Parallel Lines und der Welterfolg 1978 und 1979

Für das dritte Album holte Chrysalis Mike Chapman, einen australischen Produzenten, bekannt durch Hits für The Sweet und Suzi Quatro. Chapman trieb die Band im Studio an und wollte ein Album voller Singles. Parallel Lines erschien im September 1978 und wurde die prägende Platte der Band, mit Picture This, Hanging on the Telephone, One Way or Another, Sunday Girl und Heart of Glass.

Heart of Glass, im Januar 1979 als Single erschienen, war ein Discostück um einen Drumcomputer Roland CR-78. Der Song kam in Großbritannien und im April 1979 auch in den USA auf Platz eins. Manche Punk-Fans sahen darin Verrat. Für die Band war es folgerichtig, denn sie hatte immer mit Popformen gespielt. Sunday Girl wurde 1979 die zweite britische Nummer eins.

Eat to the Beat, Autoamerican und Call Me 1979 bis 1981

Eat to the Beat erschien im Oktober 1979, mit Dreaming, Union City Blue und Atomic, das 1980 in Großbritannien Platz eins erreichte. Zum Album gab es Videoclips zu allen Stücken, damals noch ungewöhnlich. 1980 nahmen Blondie mit dem Discoproduzenten Giorgio Moroder Call Me für den Film American Gigolo auf. Der Song stand in den USA mehrere Wochen auf Platz eins und auch in Großbritannien an der Spitze.

Autoamerican vom November 1980 war das vielseitigste Album der Band. Darauf stehen The Tide Is High, die Neufassung eines Reggae-Songs von The Paragons, die auf beiden Seiten des Atlantiks Platz eins erreichte, und Rapture, einer der ersten Charthits mit einem Rap-Teil, 1981 an der Spitze der Billboard Hot 100. Im selben Jahr veröffentlichte Debbie Harry ihr erstes Soloalbum KooKoo, und Chrysalis brachte die Sammlung The Best of Blondie heraus.

The Hunter und die Trennung 1982

The Hunter erschien im Mai 1982 mit den Singles Island of Lost Souls und War Child. Das Album verkaufte sich deutlich schlechter, die geplante Tournee durch Großbritannien und Europa wurde mangels Kartenverkauf abgesagt. Spannungen in der Band und die schwere Erkrankung von Chris Stein beendeten das erste Kapitel. 1982 trennten sich Blondie. Harry kümmerte sich um Steins Genesung und verfolgte danach eine Solokarriere.

Rückkehr und Bedeutung

Ende der Neunziger fanden Harry, Stein, Burke und Destri wieder zusammen. 1999 erschien No Exit, die Single Maria kam in Großbritannien auf Platz eins, zwanzig Jahre nach Heart of Glass. Weitere Alben folgten, zuletzt unter anderem Pollinator im Jahr 2017. 2006 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Clem Burke, seit 1975 ihr Schlagzeuger, starb im April 2025.

Die Bedeutung von Blondie liegt in der Brücke, die sie gebaut haben. Sie bewiesen, dass eine Band aus den Punk-Clubs Hits haben kann, ohne ihre Ironie aufzugeben, und sie öffneten den Mainstream für Discoproduktion, Reggae und Rap, als das noch getrennte Welten waren. Ohne sie sähe New Wave als Hitparadenmusik anders aus.

Die Studioalben 1976 bis 1982

  1. Blondie (Dezember 1976, Private Stock). Girlgroup-Pop im Punk-Tempo, mit X Offender, In the Flesh und Rip Her to Shreds.
  2. Plastic Letters (Februar 1978, Chrysalis). Der britische Durchbruch mit Denis und Presence, Dear.
  3. Parallel Lines (September 1978). Der Höhepunkt mit Heart of Glass, Sunday Girl, One Way or Another und Hanging on the Telephone.
  4. Eat to the Beat (Oktober 1979). Dreaming, Union City Blue, Atomic, mit Videoclips zu allen Stücken.
  5. Autoamerican (November 1980). The Tide Is High und Rapture.
  6. The Hunter (Mai 1982). Island of Lost Souls und War Child, das Ende der ersten Phase.

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Die Geschichten hinter zwei Songs: Rip Her to Shreds vom Debüt und Heart of Glass, die Single, die alles veränderte. Andere Bands der Zeit stellen der Überblick über die wichtigsten New-Wave-Bands und die Auswahl der besten New-Wave-Songs vor. Mit Blondie oder den Bandmitgliedern hat dieses Magazin nichts zu tun, wie auf der Seite Über uns erklärt.

Häufige Fragen

Ist Blondie eine Person oder eine Band?

Eine Band. Viele halten den Namen für den Künstlernamen von Sängerin Debbie Harry, und die Band hat mit dieser Verwechslung gespielt. Blondie war aber immer eine Gruppe, getragen von der Partnerschaft zwischen Harry und Gitarrist Chris Stein.

Wer gehörte zu Blondie?

Die klassische Besetzung der späten Siebziger: Debbie Harry (Gesang), Chris Stein (Gitarre), Clem Burke (Schlagzeug), Jimmy Destri (Keyboards), Frank Infante (Gitarre) und Nigel Harrison (Bass). Gary Valentine spielte auf dem ersten Album Bass und stieg 1977 aus.

Warum trennten sich Blondie 1982?

Mehreres kam zusammen: schwache Verkäufe von The Hunter, eine abgesagte Europatournee, Spannungen in der Band und die schwere Erkrankung von Chris Stein, um den sich Debbie Harry in den folgenden Jahren kümmerte. Ende der Neunziger fand die Band wieder zusammen.

Waren Blondie Punk oder New Wave?

Beides, je nach Jahr. Sie begannen 1974 in den Punk-Clubs von New York und galten bis etwa 1977 als Punk-Band. Ab Parallel Lines 1978 waren sie die bekannteste New-Wave-Band der Welt.